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Steinwolle

 

Zur Herstellung werden zunächst Mineralien benötigt (Spat, Dolomit, Basalt, Diabas oder Anorthosit) und außerdem kann Recyclingmaterial wieder verwendet werden.

Hinzugefügt wird Koks, zwischen 0,5 und 0,7 Prozent Bindemittel (Phenolharze) und 0,5 Prozent Mineralöl. Letzteres hat die Aufgabe, den Staub zu binden und die Luft zu reinigen. Die Rohstoffe müssen dann stark erhitzt werden. Nötig sind dabei Temperaturen von mindestens 1200 Grad. Die Schmelze kann dann auf verschiedene Weise weiterverarbeitet werden. Werden Endlosfasern benötigt, dann eignet sich das Ziehverfahren. Wenn die Schmelze angeblasen wird, dann zerfasert diese.

Wenn die Schmelze tropfenweise auf eine Schwungscheibe gegeben wird, dann entstehen durch die Drehbewegung ebenfalls Fasern. Dieser Herstellungsprozess ähnelt ein wenig der Herstellung von Zuckerwatte. Danach wird der Steinwolle ein Binde- und Imprägniermittel zugesetzt. Das dabei entstehende Faservlies wird auf einem Kettenband in einen Härteofen bei 230 Grad transportiert.

Welche Vorteile hat Steinwolle?

Die Steinwolle hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit, was sie zum optimalen Dämmstoff macht. Um eine ausreichende Dämmung zu realisieren, müssen die Platten mindestens 14 cm dick sein. Im Dachbereich sollte es aber besser 20 cm sein. Das Material brennt nicht und lässt wenig Schall hindurch. Steinwolle schimmelt nicht und ist auch sonst sehr widerstandsfähig gegen Ungeziefer.
Der Dämmstoff leitet Wärmestrahlen mit zeitlicher Verzögerung nach innen weiter, an heißen Tagen bleibt es also in der Wohnung länger kühl.

Welche Nachteile hat Steinwolle?

Steinwolle ist dichter als Glaswolle und deshalb schwerer. Bei manchen Konstruktionen, vor allem im Dach, greifen deshalb Fachleute lieber zu leichteren Dämmstoffen. Steinwolleplatten können nur in trockenen Räumen eingesetzt werden, wenn nämlich die Wolle feucht wird, sinkt die Dämmwirkung. Wie bei Glaswolle ist die Produktion sehr energieaufwändig.

Der Preis für die Dämmung

Im Vergleich zur Glaswolle ist Steinwolle deutlich günstiger. Hier kostet die Dämmung zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter.

Einsatzgebiete

Diesen Dämmstoff gibt es im Handel als Dämmplatten, Dämmmatten und natürlich auch als Schüttdämmung. Steinwolle kann bei der Mauerdämmung zum Beispiel als Einblasdämmung oder in Form von Platten verwendet werden. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Dämmung des Dachs und der Decke.

Die Eigenschaften im Überblick

– Wärmeleitfähigkeit: 0,035 – 0,040 W/(m K)
– Um einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen sind wie bei Glaswolle 14 cm nötig
– Baustoffklasse nach alter Norm ist A1 oder A2, nach neuer Norm DIN EN-13501-1 A1, A2 – s1 d0. Das bedeutet, dass der Baustoff nicht brennbar ist.
– Der Preis bewegt sich zwischen 5 und 20 Euro.


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