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Schafwolle

Die Dämmung mit Schafwolle ist im deutschsprachigen Raum noch nicht sehr weit verbreitet, aktuell hat sie einen Marktanteil von unter 0,5 Prozent.

Anders sieht es in Neuseeland aus, wo die Dämmung mit diesem Naturstoff häufiger vorkommt. Verarbeitet wird normalerweise die Schafwolle, die ohnehin in der Region bei der Schafschur abfällt. Diese wird dann entweder zu Matten oder zu Stopfwolle verarbeitet.
Zunächst muss die Wolle gewaschen und entfettet werden, außerdem ist eine pH-Neutralisierung notwendig. Nachdem die Wollen noch einmal von Fremdstoffen gereinigt wurde, wird durch kardieren daraus ein Vlies erstellt. Kardierung kann umgangssprachlich mit „spinnen“ übersetzt werden. Es werden dabei die Fäden im Vlies ausgerichtet. Danach wird das Vlies kreuzweise vernadelt und in die passende Form geschnitten. Die dabei entstehenden Abfälle werden erneut verwendet. Häufig werden Polyesterfasern hinzugefügt, weil diese das Gewebe stützten.

Da Kleidermotten in erster Linie tierische Fasern angreifen, ist die Wolle sehr stark gefährdet. Damit es zu keinem Befall kommt, wurde die Wolle früher mit Natriumborat behandelt und mit Naturkautschuk an der Wolle festgemacht. Da Borate als giftig eingestuft werden, gehen viele Produzenten dazu über, Sulcofuron zu verwenden.

Die Vorteile

Wolle hat die Fähigkeit bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Wasser aufzunehmen, so dass Schafwolle viel zu einem guten Raumklima beiträgt. Ökologisch betrachtet ist dieser Dämmstoff optimal, denn er wächst wieder nach und kann ohne großen Energieverbrauch reproduziert werden. Die Wärmedämmeigenschaft ist gut, ebenso wie die Dämpfung des Schalls.

Die Nachteile

Zunächst einmal ist der Dämmstoff sehr leicht entzündlich. Die Anfälligkeit gegen Insekten, allen voran Motten, ist ein Nachteil, ebenso wie die leichte Verrottung. Wenn die Schafwolle wie oben erwähnt mit Boraten behandelt wurde, dann kann sie nicht so einfach kompostiert werden.

Wo kann Schafwolle angewendet werden?

Die beiden häufigsten Formen sind Stopfwolle und Dämmmatten. Die Wolle findet bei der Kerndämmung und bei der Innendämmung Verwendung, allerdings kann sie auch bei der Außendämmung eingesetzt werden, falls eine Vorhangfassade vorhanden ist. Wolle kann auch zur Dämmung von Zwischen- und Untersparren eingesetzt werden, auch zur Dämmung von Geschossdecken ist sie geeignet.

Preis

Die Dämmung von einem Quadratmeter kostet zwischen 15 und 25 Euro.

Die Eigenschaften im Überblick

– Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,035 – 0,045 W/(m K)
– Nötige Dämmdichte, um einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen: 16 Zentimeter
– Die Baustoffklasse nach alter Norm ist B2 und nach neuer Norm E, was normal entflammbar bedeutet.
– Kosten: 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter.


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