Schaden durch Einblasdämmung am Fachwerkhaus in Minden behoben

An diesem Fachwerkhaus in 32423 Minden nahe Bad Oeynhausen wurde in den 1980er Jahren eine, für diesen Haustyp, ungeeignete Kerndämmung in der Hohlschicht eines Fachwerkhauses eingeblasen.

Ein Sachverständiger hat den Schaden festgestellt und die Sanierung vorgeschlagen.

Die eingeblasene Perlite ist durch Tauwasserbildung und eventuell durch Schlagregen durchfeuchtet und hat so Schäden an der Innenseite der Holzbalken verursacht.

Sehr mühselig haben wir innerhalb von 4 Arbeitstagen die Perlite mit unserer Absaugmaschine abgesaugt und entsorgt. Die Perlite war sehr feinkörnig und hat daher zu viel Feuchtigkeit im Hohlmauerwerk gehalten.

Welcher Einblasdämmbetrieb damals die Einblasdämmung eingebracht hat, und welches Material zur Anwendung kam, ist dem Bauherrn nicht bekannt, da der damalige Hauseigentümer bereits verstorben ist.

Ein Zimmereibetrieb aus der Region Porta Westfalica hat anschließend die durch Feuchteschäden, aufgrund der fehlerhaften Einblasdämmung, angegangenen Fachwerkbalken ersetzt und wir haben den Hohlraum nun mit dem wasserabweisenden

(hydrophoben) JomaPerl 033 ausgeblasen. EPS (Neopor) ist so wasserabweisend, dass solche Schäden nicht wieder auftreten können. Wasser kann sich im und am Dämmgranulat nicht anhaften und wird so nach unten abfließen und wie gewollt zur Z-Folie gelangen und dort absickern. Zu dem kommt es auf Grund der WLS 0,33 ohnehin zu wesentlich weniger Tauwasserbildung.

Diese modernen EPS Dämmgranulate gibt es von unterschiedlichen Herstellern unter Produktnamen wie HK 33, JomaPerl, RigiBead Premium, TF Pearls, H2 Wall, Styrodämm, Easy Fill 033 etc.

In der Zeit, als diese fehlerhafte Einblasdämmung eingebaut wurde  gab es diese Materialien noch nicht. Damals hatte man nur die Möglichkeit Perlite, Ortschaum oder Steinwolle einzublasen.

Dieser Schaden wäre heutzutage vermeidbar gewesen.