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Kork

Als Kork bezeichnen die Botaniker die Zellschicht eines Baumes die sich zwischen Epidermis und Rinde befindet.

Bei den meisten Pflanzen ist der Kork nur wenige Zellschichten dick und wirtschaftlich nicht von Bedeutung. Anders sieht es bei der Korkeiche aus, hier bildet sich eine Schicht von mehreren Zentimetern aus. Die Bildung geschieht indem sich ein wasserabweisendes Biopolymer auflagert. Danach sterben die Zellen ab und lagern Gas ein. Manchmal werden auch Gerbstoffe eingelagert, der vor Insekten schützen soll. Der Kork ist in diesem Fall braun gefärbt. Kork wird schon seit dem 2. Jahrhundert nach Christus verarbeitet. Der Holzarbeiter schält das Material mit Hilfe von Scheideäxten ab. Es entsteht eine dunkelbraune Korkrinde, die reich an Harzen ist. Daraus werden Korkplatten erstellt, die sich gut zur Wärmedämmung eignen. Hinterher kann alle 8 bis 12 Jahre der sogenannte Sekundärkork geerntet werden. Diese besitzt wenig Harz und eignet sich zur Herstellung von Flaschenkork. Aus den Produktionsresten entsteht Granulat.

Anwendungsmöglichkeiten

Kork lässt sich zur Dämmung von Innenwänden und der Kellerdecke verwenden. Der Stoff hat sehr gut Dämpfungseigenschaften, so dass er gerne unter einem Parkettboden zur Dämpfung der Schritte eingesetzt wird. Korkgranulat kann selbstverständlich auch zur Schütt- oder Einblasdämmung verwendet werden.

Vorteile

Kork ist sehr leicht, atmungsaktiv und diffusionsoffen, so dass durch die Verwendung von Kork ein sehr gutes Raumklima entsteht. Die Wärmeleitfähigkeit ist gering, so dass er die Wohnung gut dämmt. Bei einer Dämmdicke von 18 Zentimeter wird der geforderte Wärmedurchgangskoeffizient erreicht. Nicht vergessen werden darf die schallisolierende Eigenschaft.

Nachteile:

Aus ökologischer Sicht hat er einen kleinen Nachteil. Der Dämmstoff stammt zwar aus pflanzlichen Rohstoffen, doch wächst die Korkeiche nicht ein Deutschland. Meist wird er aus Portugal importiert. Für einige Menschen ist der Eigengeruch des Korks ein Nachteil, der vor dem Kauf unbedingt bedacht werden muss. Eine Korkdämmung lässt sich zwar schwer entflammen, ist aber grundsätzlich brennbar.

Preis

Der Preis ist sehr uneinheitlich und abhängig von der Dicke des Dämmstoffs. Oft liest man 30 Euro pro Quadratmeter, doch das ist nur ein grober Orientierungswert.

Die Eigenschaften im Überblick

– Kork hat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 – 0,05 W/(m K)
– um den U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen muss 18 Zentimeter dick gedämmt werden
– Die Baustoffklasse ist nach alter Norm B1, B2 und nach neuer DIN EN-13501-1 B – s1 d0 bis hin zu E. Das bedeutet in beiden Fällen schwer bis normal entflammbar.
– Als Preis kann nur ein grober Richtwert angegeben werden, der sich zwischen 15 und 45 Euro pro Quadratmeter bewegt.


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