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Fragen und Antworten FAQ zur Einblasdämmung

Sehr geehrter Herr Richter: Bitte schicken Sie mir doch Fotos von Ihrem Haus. Feuchte faserige Dämmstoffe können wir leider nur per Hand demontieren. Bei Klinkerfassaden entfernen wir hierzu 3-4 Steine pro m2, welcher unser Maurer hinterher wiedereinsetzt. Nach erfolgreicher Demontage Ihrer feuchten Dämmwolle können wir Ihre Wände im Anschluss sicher mit EPS Dämmgranulat ausblasen. Bei Putzfassaden muss die Fassade hinterher vollflächig verputzt werden. Die Kosten für die Demontage liegen bei EFH grob einschl. der Entsorgungskosten bei 15.000 bis 20.000€ einschl. Gerüst. Die Neuverfüllung eines EFH mit EPS würde ca. 3.000 € kosten. Das verputzen bei Putzfassaden würden ca. 12.000 bis 15.000 € kosten.

Diese Kosten sind natürlich beachtlich, es kann vorher durch Festinstallation von Feuchtemessgeräten, geprüft werden, ob es möglich ist, beispielsweise durch einen Anstrich der außenliegenden Wände mit dampfdichter Innenfarbe zu erreichen, dass sich während der Wintermonate nur geringe Mengen Tauwasser kondensieren, und diese während der Sommermonate nach außen ab lüften können.

Erklärung:

Dies ist leider ein Nachteil der Dämmwolle. Sowohl eindringender Schlagregen als auch kondensierende Luftfeuchtigkeit, die die Wandschale nach Außen durchdringt, kann sich zwischen den Fasern der Mineralwolle oder auch Steinwolle einlagern. Bevor man Mineral, oder Steinwolle als Einblasdämmstoff für zweischalige Fassaden verwendet, sollte daher geprüft werden, ob zum Einen die innere Wandschale so dampfdicht ist, dass keine Luftfeuchtigkeit durch dringt und dass die Außenfassade zum Beispiel durch einem atmungsaktiven und zugleich wasserabweisenden Fassadenanstrich vor eindringendem Schlagregen geschützt ist. Bei Klinkerfassaden sollte die Fassade mit einer Hydrophobierung vor eindringendem Wasser geschützt werden.

Wir verwenden zur Dämmung zweischaliger Außenwände Einblasdämmstoff aus extrudiertem Polystyrol (Graphitveredeltes Styropor).

EPS Dämmstoff, welcher zum Beispiel unter dem Markennamen Rigibead Premium 033, Isofloc H2Wall, Jomaperl und Supearl angeboten wird, nimmt kein Wasser auf. Daher ist in den bauaufsichtlichen Zulassungen der EPS Granulate festgehalten, dass eine Feuchteschutzberechnung, zum Beispiel. Nach Glaser nicht erforderlich ist.

Eindringender Schlagregen kann EPS, lt Materialprüfanstalt horizontal nicht weiter als 2 cm durchdringen. Somit kann eindringender Schlagregen nicht bis zur Innenschale gelangen. Das Wasser läuft so, als ob keine Kerndämmung verbaut wurde zwischen Innenseite der Außenwand und der Dämmschicht herab bis zur Z-Folie. Diese ist ähnlich einer Rutsche verbaut und leitet das Wasser nach Außen, wo es aus der untersten Fuge heraussickern kann.

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Die Praxis hat uns gelehrt, dass ein WDVS auf zweischaligem Mauerwerk nur geringfügig bis gar nicht dämmt. In den letzten 25 Jahren habe ich an unzähligen Häusern mit Nebelmaschinen geprüft, ob die Luftschicht im zweischaligen Mauerwerk dicht ist. Entgegen mancher Theorie habe ich noch nie ein Haus mit tatsächlich stehender Luftschicht im zweischaligen Mauerwerk vorgefunden. Ein Wärmedämmverbundsystem welches von außen auf die Fassade montiert wird, ist von der inneren Wandschale durch die Luftschicht getrennt (entkoppelt).

Durch die Dämmung soll ja ein Wärmeverlust der Innenwand nach Möglichkeit verhindert werden. Ist das Haus nun von Außen gedämmt, bringt man durch die Heizleistung Wärmeenergie in die innere Wandschale. Die Wärme erreicht die Luftschicht im Hohlraum der Wand und wird in dieser Luftschicht nach oben wegsteigen, ohne dass die Dämmung der äußeren Schale funktionieren greift. Wäre die Luftschicht im Mauerwerk tatsächlich eine stehende (ist sie aber nicht), würde das WDVS den gewünschten Erfolg bringen. Tatsächlich haben wir schon sehr viele Fassaden mit Einblasdämmung ausgestattet, die ein bereits montiertes WDVS hatten. Erst nach der Einblasdämmung waren die Wände dann tatsächlich messbar gedämmt.

Bei den üblichen zweischaligen Fassaden mit 5 – 10 cm Hohlraum verbessert sich der Wärmedurchgangswert so zum positiven, (entspricht auch den Anforderungen der EneV und KFW), dass auf ein WDVS verzichtet werden kann.

Das hängt natürlich vom Dämmstoff ab. Wenn EPS Einblasdämmstoff verbaut wurde, stellt dieses kein Problem dar. EPS nimmt keine Feuchtigkeit auf. In die Hohlschicht gelangtes Wasser kann einfach nach unten ablaufen. Auch eine Trocknung des Mauerwerks mit Trocknungsgeräten ist mit dem EPS Dämmstoff möglich. Faserige Dämmstoffe (Mineralwolle, Steinwolle, Zellulose) und mineralische Einblasdämmstoffe (Perlite) halten die Feuchtigkeit und sacken wahrscheinlich ab. Ein Wasserschaden bei EPS gedämmten Fassaden ist somit kaum problematisch, bei anderen Dämmstoffen sollte geprüft werden, ob diese nach einem Wasserschaden ersetzt werden müssen.

EPS Einblasdämmstoff gehört mit 190 € pro m3 nur gefolgt von Nanogel zu den teuersten Dämmstoffen. Der Nachteil der höheren Materiakosten wird durch erheblich weniger Lohnkostenaufwand (gegenüber Perlite, Mineralwolle, Steinwolle) und den besseren Dämmwert, wett gemacht. So liegen die Kosten mit EPS Einblasdämmstoff für ein durchschnittliches Einfamilienhaus trotz EPS nicht höher als 3.300 € inkl. MwSt.

Es teilweise regionale Fördermöglichkeiten. In Hamburg fördert die IfB die nachträgliche Kerndämmung mit 3 € pro m2.Bundesweit gibt es die Möglichkeit eine Einblasdämmung als Einzelmaßnahme über die KFW fördern zu lassen. Die KFW fordert hierzu, dass die Hohlschichtbreite 5 cm nicht unterschreitet und der Dämmwert des Einblasdämmstoffes eine WLG von mindestens 0,35 aufweist. Ab einem Rechnungsbetrag von 3.000 € zahlt die KfW dann 10% der Summe zu. Der Antrag muss allerdings durch einen unabhängigen Energieberater eingereicht werden. Dieser arbeitet natürlich auch nicht umsonst.

EPS schmilzt beziehungsweise entgast unter Beflammung. Bedeutet: es brennt zwar nicht, ist aber, beispielweise nach einem Hausbrand, auf ca. 2% seines Volumens zusammengeschmolzen. Da dämmt dann natürlich nichts mehr. Einblasdämmstoff aus Mineralwolle oder Perlite würde dieses Szenario unbeschadet überstehen.

Sollte ihr Haus lichterloh in Flammen stehen, muss erst mal so viel Hitze durch die ja mindestens 12 cm breiten Mauern dringen, dass das Dämmgranulat beginnt zu schmelzen. Ist dieses dann tatsächlich der Fall, haben sie wahrscheinlich andere Sorgen, als das ihre Einblasdämmung zusammengeschmolzen ist. EPS Granulate sind mit einem Flammschutzmittel behandelt. EPS wird also niemals brennen.

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