1aEinblasdämmung

Förderprogramme und Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENeV) 2020 für die Einblasdämmung als Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk

Hier die vereinfachte Auflistung der Förderprogramme zur Förderung der Einblasdämmung an zweischaligem Mauerwerk. Angaben ohne Gewähr. Genaue Informationen unter https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Förderprogramme-(Inlandsförderung)/PDF-Dokumente/6000004311_M_430_Zuschuss.pdf Programmnummer 430

Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) (Stand 24.01.2020)

Investitionszuschuss

Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der nach Abschluss ihrer Sanierung direkt auf ihr Konto überwiesen wird.

Prozent der förderfähigen Kosten Maximal je Wohneinheit
Einzelmaßnahmen 20 % 10.000 €
KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 % 30.000 €
KfW-Effizienzhaus 115 25 % 30.000 €
KfW-Effizienzhaus 100 27,5 % 33.000 €
KfW-Effizienzhaus 85 30 % 36.000 €
KfW-Effizienzhaus 70 35 % 42.000 €
KfW-Effizienzhaus 55 40 % 48.000 €

Bei Einzelmaßnahmen werden förderfähige Investitionskosten bis maximal 50.000 Euro und bei Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus bis maximal 120.000 Euro pro Wohneinheit bezuschusst. Hierbei werden alle Kredit- und Zuschusszusagen der KfW sowie Kreditzusagen von Landesförderinstituten aus dem Produkt Energieeffizient Sanieren (Produktnummern 151/152/430) seit dem 01.04.2009 berücksichtigt.

Zuschussbeträge unter 300 Euro pro Antrag werden nicht gewährt.

In 4 Schritten zu Ihrem Zuschuss:

  1. Energieeffizienz-Experten einbinden
    Der Energieeffizienz-Experte (www.energie-effizienz-experten.de) berät Sie über die passenden und aufeinander abgestimmten Sanierungsmaßnahmen für Ihr Gebäude, prüft ob diese technisch förderfähig sind und erstellt die „Bestätigung zum Antrag“ (BzA).
  2. Zuschuss beantragen
    Sie beantragen Ihren Zuschuss im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal). Hierfür benötigen Sie die Identifikationsnummer Ihrer „Bestätigung zum Antrag“ (BzA-ID).
  3. Sanierung durchführen
    Nach Erhalt der Antwort können Sie sofort mit Ihrer Sanierung beginnen. Ihr Energieeffizienz- Experte erstellt nach Abschluss der Maßnahmen die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD).
  4. Zuschuss erhalten
    Zur Auszahlung ist Ihre Identifizierung erforderlich. Im Anschluss bestätigen Sie im KfW- Zuschussportal die Durchführung Ihrer Sanierung. Hierfür benötigen Sie die Identifikationsnummer Ihrer „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD-ID).

Wer kann Anträge stellen?

Natürliche Personen als Eigentümer oder Ersterwerber von:

  • Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten oder
  • Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.

Für die Antragstellung ist ein Energieeffizienz-Experte einzubinden (www.energie-effizienz-experten.de). Einzelheiten finden Sie unter „Antragstellung“.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die energetische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde, als:

  • Einzelmaßnahme
  • KfW-Effizienzhaus

Regelung für die Einblasdämmung als Kerndämmung an zweischaligen Mauerwerken:

  • Die Mindeststärke der Dämmschicht ist 5 cm
  • Der Dämmstoff muss die Wärmeleitgruppe 0,35 oder besser aufweisen
  • Die Höhe des Zuschusses beträgt 10% der Kosten
  • Der Zuschuss wird ab 300 € ausgezahlt.
  • Die Maßnahme muss vor Beginn der Arbeiten bewilligt werden.

Teil 2: Details zur Förderung

Anforderungen an das Wohngebäude

  • Gefördert werden bestehende Wohngebäude nach § 2 EnEV (Energieeinsparverordnung), die nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen. Der Bauantrag wurde vor dem 01.02.2002 gestellt (alternativ Bauanzeige).
  • Nicht gefördert werden Boardinghäuser als Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen, Ferienhäuser und -wohnungen sowie Wochenendhäuser.

Wohneinheiten und förderfähige Kosten

  • Wohneinheiten sind in einem abgeschlossenen Zusammenhang liegende und zu dauerhaften Wohnzwecken bestimmte Räume in Wohngebäuden, welche die Führung eines Haushalts ermöglichen (eigener abschließbarer Zugang, Zimmer, Küche/Kochnische und Bad/WC).
  • Für den Zuschuss ist die Anzahl der Wohneinheiten nach Sanierung entscheidend. Dies gilt auch bei Umwidmung (Nutzungsänderung) von beheizten Nichtwohnflächen.
  • Die Erweiterung bestehender Wohneinheiten (zum Beispiel durch einen Anbau) oder der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen (zum Beispiel Dachgeschossausbau) ist förderfähig. Sofern ausschließlich in der Erweiterung oder im Ausbau neue Wohneinheiten entstehen, werden diese im Produkt „Energieeffizient Bauen“ (Produktnummer 153) gefördert.
  • Für die Sanierung gelten technische Mindestanforderungen. Die genauen Anforderungen haben wir in den Dokumenten „Technische Mindestanforderungen“ und „Liste der technischen FAQ“ zusammengefasst. Ihr Energieeffizienz-Experte berät Sie dazu.
  • Förderfähig sind alle Kosten, die mit der Durchführung der Sanierung entstehen. Eine ausführliche Aufzählung finden Sie unter www.kfw.de/430 im Dokument „Liste der förderfähigen Maßnahmen“.
  • Die Sanierung ist durch Fachunternehmen auszuführen.
  • Energetische Baukosten für nicht-wohnwirtschaftlich genutzte Flächen, für die unter Berück- sichtigung des § 22 EnEV (Energieeinsparverordnung) keine getrennte Bilanzierung als Nichtwohn- gebäude erforderlich ist, können aus der Förderung für die Wohneinheiten mitfinanziert werden.

Förderfähige Einzelmaßnahmen

  • Wärmedämmung von Wänden
  • Wärmedämmung von Dachflächen
  • Wärmedämmung von Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage
  • Erstanschluss an Nah- oder Fernwärme
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen sofern diese älter als zwei Jahre sind

Die Anforderungen finden Sie im Dokument „Technische Mindestanforderungen“ (Ziffer 1 Einzelmaßnahmen).

Umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Gefördert wird die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Die Anforderungen finden Sie im Dokument „Technische Mindestanforderungen“ (Ziffer 2 Sanierung zum KfW-Effizienzhaus).

Anforderungen an den Energieeffizienz-Experten

Anerkannte Energieeffizienz-Experten sind die in der Liste unter www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien für „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ geführten Personen.

Für Sanierungsvorhaben zum KfW-Effizienzhaus ist der Energieeffizienz-Experte wirtschaftlich unabhängig zu beauftragen. Das heißt, der Energieeffizienz-Experte

  • ist nicht Inhaber, Gesellschafter oder Angestellter eines bauausführenden Unternehmen oder eines Lieferanten,
  • wird nicht von einem bauausführenden Unternehmen oder einem Lieferanten beauftragt und
  • vermittelt keine Lieferungen oder Leistungen.

Nicht unter diese Regelung zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit fallen:

  • beim Antragsteller oder Verkäufer von sanierten Wohneinheiten angestellte Sachverständige
  • angestellte Sachverständige von Bau- und Handwerksunternehmen, deren Produkte und Leistungen nach einer Gütesicherung definiert und überwacht werden. Weitere Informationen über die zugelassenen Gütergemeinschaften finden Sie in den FAQ (häufig gestellte Fragen) unter www.kfw.de/430

Der Energieeffizienz-Experte führt eine energetische Fachplanung durch und erstellt die „Bestätigung zum Antrag“ und begleitet die Umsetzung der energetischen Maßnahmen. Nach Abschluss der Sanierung prüft der Energieeffizienz-Experte die Durchführung der geförderten energetischen Maßnahmen und erstellt die „Bestätigung nach Durchführung“.

Die fachlichen Anforderungen an die zu erbringenden Leistungen des Energieeffizienz-Experten sind in der Anlage „Technische Mindestanforderungen“ beschrieben (Ziffer 3 Leistungen des Sachverständigen).

Für die energetische Fachplanung und Baubegleitung Ihres Vorhabens durch einen unabhängigen Experten können Sie zusätzlich einen Zuschuss im Produkt „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (Produktnummer 431)“ beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter www.kfw.de/431.

 

Stand: 03/2020 (gültig ab 02.03.2020) • Bestellnummer: 600 000 4311                 Quelle Kfw.de

Förderprogramm Hamburgische Investitions- und Förderbank

Hier als Auszug die vereinfachte Auflistung des Förderprogramme der Ifb Hamburg der Einblasdämmung an zweischaligem Mauerwerk. Angaben ohne Gewähr. Genaue Informationen unter https://www.ifbhh.de

Wer wird gefördert?

  • Grundeigentümer
  • Sonstige dinglich Verfügungsberechtigte (z.B. Erbbauberechtigte) von Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern, kleinen Mehrfamilienhäusern mit bis zu 2 vermieteten Wohneinheiten
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Was wird gefördert?

Wir fördern sowohl die Modernisierung einzelner Bauteile (Bauteilverfahren) als auch umfassende Modernisierungen (Bilanzverfahren) und die Verwendung nachhaltiger Dämmstoffe.

Wir unterstützen auch begleitende qualitätssichernde Maßnahmen wie Baubegleitung, hydraulischer Abgleich und Luftdichtheitsmessung.

Wie sind die Förderkonditionen?

Bauteilverfahren

Die Förderung nach dem Bauteilverfahren kann ohne Vorlage eines Hamburger Energiepasses beantragt werden. Folgende Zuschüsse sind für Einzelmaßnahmen möglich:

Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist Pflicht und mindestens nach Verfahren A durchzuführen.

Ab einer Förderhöhe von insgesamt 5.000 € für die erste Wohneinheit sind eine Baubegleitung sowie ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage (nach VdZ-Verfahren B) verpflichtend. Der Betrag erhöht sich für jede weitere Wohneinheit um 100 €.

Bilanzverfahren

Bei umfassenden Modernisierungen wird der eingesparte Jahresendenergiebedarf gefördert: Je höher der nach Modernisierung erreichte Standard, desto höher die Förderung.
Verpflichtend sind hierbei die Erstellung eines Hamburger Energiepasses und die Begleitung des Vorhabens durch einen Sachverständigen sowie ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage. In den Stufen B und C ist darüber hinaus ein Nachweis der Luftdichtheit der Gebäudehülle erforderlich.

Kerndämmung zweischaliger Außenwände 3,30 €/m2
Dämmung Kellerdecke bzw. -sohle und Außenwände gegen unbeheizte Räume oder Erdreich2 5,50 €/m2
Dämmung der obersten Geschossdecke 8,30 €/m2
Dämmung der obersten Geschossdecke/von Flachdächern mit Einblasdämmung 5,50 €/m2

Zuschüsse für qualitätssichernde Maßnahmen und nachhaltige Dämmstoffe

  • 50 % des Honorars, höchstens jedoch 1.650 € für Baubegleitung
  • 75 % der förderfähigen Kosten für das Verfahren A
  • 80 % der förderfähigen Kosten für das Verfahren B
  • 40 % des Honorars, höchstens jedoch 275 € für eine Luftdichtheitsmessung
  • Jeweils zzgl. eines Staffel-Betrages ab der zweiten Wohneinheit
  • Die Verwendung nachhaltiger Dämmstoffe wird mit 11 €/m2 gefördert.

Was ist noch zu beachten?

Die verpflichtende Erstellung eines Hamburger Energiepasses für eine Förderung im Bilanzverfahren wird gemäß der Förderrichtlinie Hamburger Energiepass gefördert.

Eine Kombination der Förderung von baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle mit anderen Förderprogrammen (KfW, BAFA) – ist grundsätzlich möglich.

Wohnungseigentümergemeinschaften sind nur gemeinschaftlich antragsberechtigt. Der Antrag ist von einem Bevollmächtigten zu unterzeichnen.

Der Förderantrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald für die zur Förderung beantragten Maßnahmen entsprechende Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen werden.

Gerne informieren wir Sie zu weiteren Details – unsere Förder-Experten beraten Sie!

So funktioniert´s

  • Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
  • Stellen Sie Ihren Antrag auf dem entsprechenden Vordruck und reichen Sie ihn zusammen mit allen erforderlichen Unterlagen ein.
  • Wir prüfen Ihren Antrag so schnell wie möglich und entscheiden über eine Bewilligung.
  • Nach Erhalt der Bewilligung starten Sie Ihr Vorhaben.

Quelle und weitere Informationen: IFB-Hamburg.de

(Stand 01.03.2020)

ENeV 2020 Einblasdämmung

Hier mal die Anforderungen der Energieeinsparverordnung im Hinblick auf eine nachträgliche Einblasdämmung in verständlichem deutsch (Stand 24.01.2020)

Außenwände

Wenn die Außenwand gedämmt wird, so verlangt die derzeit geltende EneV 2020, dass der neue Wandaufbau einen U-Wert von 0,24 unterschreitet.

Bei der nachträglichen Kerndämmung wird sozusagen eine Ausnahme geregelt (gemäß Anlage 3 Nr. 1 Satz 2). Hier gilt es den vorhandenen Hohlraum vollständig mit einem Dämmstoff besserer Wärmeleitgruppe kleiner als 0,40 W/(mk) zu füllen. Ein vorgeschriebener U-Wert braucht nicht erfüllt werden.

Laut Gesetzgeber sind wir bei Bußgeldandrohung verpflichtet ihnen nach erfolgter Einblasdämmung eine Unternehmererklärung als Nachweis auszuhändigen. Hier besteht für sie 5 Jahre Aufbewahrungspflicht. Wir raten jedoch dazu diese länger aufzubewahren.

Die wichtigen Auszüge der Unternehmererklärung hier:

Obere Geschossdecke

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) 2020 müssen begehbare oberste Geschossdecken seit 31. Dezember 2011 gedämmt sein. Alternativ können auch die Dachschrägen gedämmt werden Der einzuhaltende U-Wert ist hier 0,24 W/(m²K)
Auch hier reicht es den Hohlraum einer vorhandenen Deckenkonstruktion mit Dämmstoff besserer Wärmeleitgruppe als kleiner 0,40 W/(mk) zu füllen.

Ausnahme:
Eine Pflicht zur nachträglichen Dämmung im Sinne der EnEV 2020 besteht nicht, wenn die oberste Geschossdecke oder das Dach bereits gedämmt ist. Die vorhandene Dämmung muss dabei nicht die Anforderungen der EnEV 2020 erfüllen.
Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern besteht die Dämmpflicht nicht, wenn sie ihre Häuser am 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben. Im Falle eines Eigentümerwechsels hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit, der Pflicht nachzukommen.Die Dämmpflicht gilt nicht, wenn die erforderlichen Aufwendungen nicht durch die Energieeinsparung innerhalb einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden können. Die wichtigen Auszüge der Unternehmererklärung hierzu hier:

Zwischensparrendämmung am Steildach

Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichten den Eigentümer von Altbauten bei erstmaligen Einsatz oder Ersatz einer Steildachdämmung einen Wärmdurchgangskoeffizienten von mindestens 0,24 W/(m²K) einzuhalten. Bei Neubauten muss der U-Wert nach EnEV 2020 sogar 0,20 W/(m²K)betragen.

Auch hier reicht es den Hohlraum einer vorhandenen Deckenkonstruktion mit Dämmstoff besserer Wärmeleitgruppe kleiner als 0,40 W/(mk) zu füllen.

Die wichtigen Auszüge der Unternehmererklärung hierzu hier: