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Einblasdämmung: Welche Dämmstoffe werden verwendet?

Ein Dämmstoff muss viele physikalisch-technische Eigenschaften besitzen, um wirklich wirkungsvoll eingesetzt werden zu können. Das Material, aus dem er besteht, muss natürlich eine möglichst schlechte Wärmeleitfähigkeit besitzen.

Zwar könnte man theoretisch auch aus Metallen schaumige Stoffe herstellen. Diese würden aber die Wärme quasi ungehindert durchleiten. Für Dämmaterialien haben sich deshalb Kunststoffe, mineralische Stoffe und Naturstoffe durchgesetzt. Bei Kunststoffen sind die verschiedenen Hartschäume oder Polystyrole seit vielen Jahren Standard.

Sie bieten zudem den Vorteil, unverrottbar zu sein. Auch sind Kunststoffe stark hydrophop, weisen also Wasser ab. Die absolute Unverrotbarkeit dieser Produkte sehen jedoch viele Hausbesitzer als Problem an und entscheiden sich lieber für einen Naturstoff. Hier sind verschiedene pelletierte oder zerkleinerte Faserprodukte erhältlich. Bei Naturstoffen ist jedoch zu bedenken, dass sie besonders trocken gehalten werden müssen. Naturstoffe sind deutlich saugfähiger und hygroskopischer als Dämmstoffe auf Kunststoffbasis. Bis zu einem gewissen Punkt ist dies sogar gewollt. Mit der Fähigkeit, überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und allmählich wieder abgeben zu können, sorgen Dämmstoffe auf Zellstoffbasis im Innenbereich für ein stets ausgeglichenes Raumklima.

Kunststoffe und Naturstoffe haben in der brandhemmenden Wirkung Nachteile. Sie müssen deshalb imprägniert werden, um im Brandfall nicht als Beschleuniger zu agieren. Hier sind die mineralischen Dämmstoffe im Vorteil. Absolut unbrennbar und nicht verrottbar können sie in vielen Bereichen Pluspunkte für sich einstreichen.

Als Einblasdämmstoff sind jedoch nur sehr wenige mineralische Dämmstoffe verfügbar.

Technisch ist es heute noch nicht möglich, einen ungefährlichen mineralischen Einblasdämmstoff herzustellen. Denn einen gravierenden Nachteil haben Einblas- und Schüttdämmstoffe auf mineralischer Basis doch: Sie haben eine enorme Staubentwicklung. Der Staub geht bis in die Mikropartikel hinein, was wiederum das Vorhanden sein von Feinstaub bedeutet. Viele Anbieter von Einblasdämmungen haben deshalb die mineralischen Dämmstoffe schon wieder aus dem Angebot genommen. Empfehlenswert ist hingegen Schüttdämmung auf Tonkugelbasis oder als Bims- und Lavasteine für den Kellerbereich.

Wir verwenden deshalb ausschließlich Zellulose und Polystyrole als Einblasdämmung.

EPS 033 – Der Dämmstoff für Einblasdämmung

EPS 033 ist ein künstlicher Einblasdämmstoff. Wie alle Polystyrole müssen bei diesem Dämmstoff Abstriche im Flammschutz gemacht werden. Dafür sind die Polystyrole im Punkt Sicherheit gegen Verrottung den zellstoffbasierten Dämmstoffen etwas überlegen.

Besonders Vormauerschalen aus Ziegeln, Kalksand-Vollsteinen oder Natursteinen sind auf der Schlagwetterseite besonders durch Feuchtigkeit belastet. Hier muss ein Einblasdämmstoff verwendet werden, der auch nach einer langen und feuchten Wetterperiode nicht zu verrotten beginnt. EPS 033 eignet sich deshalb besonders für Kerndämmungen im Außenbereich.

Joma Perl Dämmgranulat – ein polystyrol-basierter Dämmstoff

Joma Perl Dämmgranulat ist ebenfalls ein polystyrol-basierter Dämmstoff. Bei diesem Dämmstoff wurden die Kügelchen zusätzlich mit Graphit beschichtet. Die dünne Graphitschicht trägt erheblich zu dem isolierenden Eigenschaften des Dämmstoffs bei. Joma Perl eignet sich hervorragend für die Kerndämmung, die Kellerdämmung und die Schachtdämmung.

Ausführlicher Artikel zum Jomaperl Dämmstoff – Jomaperl 033 – Der EPS Dämmstoff für die Einblasdämmung

Polystyrol basierte Dämmstoffe sind aufgrund ihrer Elastizität auch gut für tiefe Verfüllungen geeignet. Sie brechen und stauben nicht und erzeugen so beim Einblasen keinerlei unerwünschte Stäube.

Hk 33 Dämmgranulat – das hydrophobe Dämmmaterial

Hk 33 Dämmgranulat ist ein besonders hydrophobes, also wasserabweisendes Dämmmaterial. Damit eignet es sich besonders für Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und häufigen Niederschlägen. Es ist ideal als Kerndämmung für den Außenbereich einsetzbar.

Ausführlicher Artikel HK 33 Dämmgranulate – HK 33 Dämmgranulate

Dämmstoffe die wir nicht für die Fassadendämmung verwenden

Warmcel Zellulose – der zellulosebasierte Dämmstoff

Warmcel Zellulose ist ein zellulosebasierter Dämmstoff, der aus Recyclingmaterialien gewonnen wird. Die Rohstoffe für diesen nachhaltigen Dämmstoff ist Altpapier und Stoffreste aus der Textilproduktion. Mit einem flammhemmenden Mittel imprägniert ist es absolut feuerfest und entzündet sich auch bei einer direkten Beflammung nicht.

Warmcell bietet einen höheren Wärmeschutz als Polystyrole und hat zudem stark hygroskopische Eigenschaften. Damit sorgt es für ein Wohnklima mit stets ausgeglicher Luftfeuchtigkeit. Zudem hat Warmcell gut wärmespeichernde Eigenschaften. Innenwärme wird so länger gehalten und gegen Wärme von Außen wird mit Warmcell besser abgeschirmt. Es eignet sich als Schüttdämmung und als Einblasdämmung in alle Bereiche eines Gebäudes.

Thermo Floc Zellulose – der zellulosebasierte Dämmstoff aus Altpapier

Thermo Floc Zellulose ist ebenfalls ein zellulosebasierter Dämmstoff, welcher hauptsächlich aus Altpapier hergestellt wird. Er hat ähnliche Eigenschaften wie Warmcel und wird bevorzugt im Innenbereich eingesetzt. Auch Thermo Floc Zellulose ist brandsicher und durch die Zugabe von Boraten für Innenbereiche hinreichend verrotungssicher.

Diese Zusatzstoffe verhindern auch einen Befall durch Ungeziefer. Auch Thermofloc ist hygroskopisch, nimmt also überschüssige Feuchtigkeit in einem Raum auf, ohne dabei seine Dämmwirkung zu verlieren. Die wärmespeichernden Fähikeiten von Thermo Floc Zellulose regulieren nicht nur die Wärme im Innenbereich und schirmen gegen übermäßige Hitze von außen ab. Darüber hinaus hilft die Wärmespeicherfähigkeit auch der Regulierung der Luftfeuchtigkeit.

Wir verwenden folgende Dämmstoffe nicht: Isofloc, ecofibre, enertherm und rockwool.


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