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Dämmschaum

Bei der Einblasdämmung kommt oft Dämmschaum zum Einsatz.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Polyurethan (PU) Schaum. Bei der Einblasdämmung bohrt der Handwerker ein kleines Loch in das zweischalige Mauerwerk und bläst dort den Schaum in den Hohlraum. Dort verteilt sich dieser selbst in die kleinsten Ritzen. Danach härtet er aus und es entsteht eine einheitliche Schicht.

Der Fachmann unterscheidet zwischen Einkomponenten- und Zweikomponenten-Schaum. Beim Einkomponentenschaum befindet sich im Druckbehälter vor der Auftragung ein sogenanntes Prepolymer, das aus Isocyanat und Polyol besteht. Vor der Auftragung müssen diese Bestandteile gut gemischt werden. Beim Einfüllen reagiert dieser Schaum mit der Luftfeuchtigkeit. Wenn sich der Handwerker nur auf die Luftfeuchtigkeit verlässt, kann dieser Vorgang mitunter sehr lange dauern. Schneller geht es, wenn das Mauerwerk mit Wasser angefeuchtet wird. Der Schaum härtet von außen nach innen aus, da die Feuchtigkeit von außen nach innen wirkt.
Beim Zweikomponenten Dämmschaum kommt noch ein weiterer Reaktionspartner hinzu, der sogenannte Härter oder Vernetzer. Bei der Gebrauchsanweisung wird genau beschrieben, wie der Härter zu verwenden ist. Bei manchen Schäumen findet die Reaktion im Behälter statt. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass der Schaum für die Dämmung innerhalb des Zeitraumes, der auf den Behälter angegeben ist, verbraucht wird. Zweikomponentenschaum härtet schneller und fester aus.
An Dämmschaum, der zur Einblasdämmung verwendet wird, werden ganz besonders hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt. Im Gegensatz zu Dämmschaum für Hausgeräte, muss Schaum für die großflächige Dämmung im Baubereich flammhemmend sein. Um dies zu erreichen ist die Zugabe von Flammhemmstoffen nötig.
Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,034 und 0,040 W/(m · K), ist also sehr gut. Der Nachteil von Dämmschaum sind die meist enthaltenen Schadstoffe wie Formaldehyd.
Manche Dämmschäume enthalten freies Isocyanat, was als gesundheitlich bedenklich eingestuft wird. Bei der Berührung mit der Haut kann es zu Reizungen von Haut und Atemwegen kommen. Neuer Studien legen sogar nahe, dass sie Krebs auslösen können. Ein Dämmschaum, der mehr als 1 Prozent Isocyanat enthält, ist nicht mehr frei verkäuflich. Unbedenklich sind Dämmschäume, bei denen das Isocyanat durch die sogenannte Alpha-Technologie unschädlich gemacht wird.

Wer einen Dämmschaum im geschlossenen Raum verwendet, muss auf eine ausreichende Lüftung achten. Als Treibmittel wird beim 1-Komponenten-Dämmschaum ein Gemisch aus Propan und Butan verwendet. In Verbindung mit Sauerstoff ergibt sich ein Gemisch, dass schon durch einen kleinen Funken zur Explosion gebracht werden kann. Bei einem Dämmschaum, der nicht durch die Alpha-Technologie behandelt wurde, müssen die Haut und Augen geschützt werden. Falls die Haut doch mit dem Schaum in Berührung kommt, muss dieser sofort entfernt werden.


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