Kostenfreies Infotelefon

(0800) 005 0005

Anfrage per WhatsApp

(0173) 302 9750

Blähton

Zur Herstellung von Blähton dient kalkarmer Ton, der zunächst fein gemahlen wird. Unter diesem mischt man dann organische Stoffe, die ebenfalls sehr fein sein müssen.

Anschließend wird das Gemisch im Drehrohrofen gebrannt. Dabei verbrennen die organischen Stoffe und es entsteht Kohlenstoffdioxid. Dabei bläht sich der Ton auf das Vier- bis Fünffache des Volumens auf. Die Poren der Kugeln sind geschlossen. Entwickelt wurde das Verfahren 1917 in den USA und in Dänemark verbessert. Andere Länder übernahmen das Verfahren ebenfalls. In Deutschland entstand das erste Blähtonwerk 1956. Blähton kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden, wobei die Einsatzmöglichkeiten vom Durchmesser abhängen.

Blähton mit einem Durchmesser bis zu 40 Millimeter kann zur Herstellung von Leichtbeton benutzt werden. Blähton mit einem Durchmesser von bis zu 4 Millimeter eignet sich für Estrich- oder Putzmörtel. Der Stoff kann auch ohne weitere Bearbeitung als wärmedämmende Schüttung verwendet werden. Eine andere Anwendung findet sich im Gartenbau, wo er bei der Hydrokultur als Substratersatz zum Einsatz kommt.

Vor- und Nachteile von Blähton

Mit dem Dämmstoff lassen sich gut Hohlräume in Gebäude auffüllen. Er hat eine sehr gute Schallschutzeigenschaften und brennt nicht. Weitere Vorteile sind die hohe Stabilität und die gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Frost. Allerdings ist die Dämmeigenschaft aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit nicht sehr gut. Um einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m²K) zu erreichen müsste die Mauer eine dicke von 72 Zentimeter haben. Somit eignet sich Blähton nur bedingt als Dämmstoff und wird deshalb meist nur zur Ergänzung eingesetzt.

Was kostet die Dämmung mit Blähton?

Dieser Dämmstoff ist sehr preiswert, denn 50 Liter kosten nur 18 Euro. Vor allem bei großen Fläche stellt dieser Stoff eine kostengünstige Alternative dar.

Die Eigenschaften im Überblick:

Wärmeleitfähigkeit: 0,10 – 0,18 W/(m K)
Dämmdicke, um den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung zu entsprechen: 72 Zentimeter (0,24 W/(m²K))
Baustoffklasse: A1, also nicht brennbar
Kosten: 50 Liter kosten 18 Euro.


Das könnte Sie auch Interessieren