Kerndämmung

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Kerndämmung

Kerndämmung - allgemein

Kerndämmung ist eine spezielle Art der Wärmedämmung von Gebäudeaußenwänden bei zweischaligem Mauerwerk bzw. zwischen Sparren. Hierbei kann auf den im Normalfall erforderlichen Luftspalt von mindestens 40 mm und den Lüftungsöffnungen oben und unten in der Außenmauer bei der Kerndämmung verzeichtet werden.

Kerndämmung - verwendete Dämmmaterialien

Für die Dämmung werden feste Dämmaterialien wie
  • Perlite,
  • Stein- oder Mineralwolle,
  • XPS,
  • EPS oder
  • Schüttgut
verwendet. Diese müssen möglichst stark hydrophobiert (wasserabweisend) sein und den genormten Anwendungen der DIN 4108-10, Normung der Dämmung von zweischaligen Wänden entsprechen.

Kerndämmung - Zusatzinformationen

Eine spezielle Technik zur Kerndämmung stellt die Einblasdämmung dar. Diese wird immer zur nachträglichen Kerndämmung oder an schwer zugänglichen Stellen eingesetzt und ist somit optimal zur Dämmung von Altbauten geeignet.

Nähere Informationen zu dieser Technik finden Sie im Artikel über die Einblasdämmung. Praktische Beispiele der Anwendung der Einblasdämmung finden Sie im Artikel Einblasdämmtechnik an Fassaden und Dachdämmung - Technik am Dach.

Problemlösungen bei der Kerndämmung

Die Wärmedämmung einer Hausfassade ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um ein Gebäude vor zu hohem Energieverbrauch zu schützen. Eine der besten Lösungen zur Fassadendämmung ist die sogenannte Kerndämmung. Unter einer Kerndämmung versteht man die Einbringung einer Dämmschicht zwischen zwei Mauerschalen. Ein gutes Beispiel für dieses Konstruktions- und Dämmprinzip ist die Dämmung von Gebäuden mit tragendem Außenmauerwerk, vor das zum Beispiel eine Klinkerfassade als zweite Schale gesetzt ist. Wenn die zwischen diesen beiden Mauern liegende Hohlschicht gedämmt wird, spricht man von einer Kerndämmung.

Bei einem neuen Gebäude ist die Anbringung von Dämmmaterial zur Kerndämmung kein Problem. Das Dämmmaterial kann an dem gut zugänglichen innenliegenden Mauerwerk angebracht werden. Erst nach erfolgter Montage des Materials zur Kerndämmung wird die Außenschale davorgesetzt. Anders verhält es sich bei der Sanierung von bestehenden Gebäuden. Innen- wie Außenschale des Mauerwerks stehen bereits und zur Kerndämmung soll das Dämmmaterial mit so geringen Zerstörungen wie eben möglich in den Hohlraum zwischen Innen- und Außenmauerwerk gebracht werden. Die Einblastechnik unter Verwendung bestimmter Dämmstoffe ist dazu die beste Methode. Es werden lediglich einige Bohrungen für die Einführung der Füllstutzen und -lanzen in das Mauerwerk benötigt. Das Dämmmaterial für die Kerndämmung wird dann über dieses Füllsystem in die Hohlschicht geblasen.